Was ist ein Fibroadenom?
Das Fibroadenom ist der häufigste gutartige (nicht krebsartige) Knoten der Brust. Es tritt meist bei Frauen zwischen 15 und 35 Jahren auf. Beim Abtasten fühlt es sich in der Regel als glatt begrenzter, gummiartig fester und unter der Haut verschieblicher Knoten an; die meisten sind schmerzlos.
Die meisten Fibroadenome bleiben über die Jahre gleich groß oder werden kleiner. Manche können wachsen, beim Tasten stören oder bei der Betroffenen anhaltende Sorgen auslösen. Die Entscheidung über eine Behandlung richtet sich nach diesen Gegebenheiten.
Jeder tastbare Knoten in der Brust muss zunächst durch eine Untersuchung, einen Ultraschall und bei Bedarf eine Biopsie abgeklärt werden. Die Kryoablation wird nur bei gutartigen Knoten mit gesicherter Diagnose angewendet.
Was ist Kryoablation?
Bei der Kryoablation wird das Gewebe bei sehr niedrigen Temperaturen eingefroren und dadurch unschädlich gemacht. Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel (Kryosonde) in die Mitte des Knotens eingeführt. Der an der Nadelspitze entstehende Eisball umschließt den Knoten vollständig; durch Gefrier- und Auftauzyklen werden die Zellen im Knoten inaktiviert.
Das eingefrorene Gewebe verbleibt an Ort und Stelle und wird vom Körper im Lauf von Monaten allmählich abgebaut. Da kein Operationsschnitt gesetzt wird, bleibt die Form der Brust erhalten; zurück bleibt lediglich eine etwa 3 mm große Einstichstelle.
Für wen ist sie geeignet?
Ob der Eingriff geeignet ist, wird anhand der Untersuchung, des Ultraschalls und des Biopsieergebnisses entschieden. Allgemein gilt:
Kann geeignet sein
- Knoten, bei denen durch eine Biopsie ein Fibroadenom festgestellt wurde
- Knoten, die im Ultraschall klar zu erkennen sind
- Knoten, deren Größe und Lage für den Eingriff geeignet sind
- Patientinnen, die keine Operation wünschen oder eine Narbe vermeiden möchten
Nicht geeignet
- Knoten ohne gesicherte Diagnose
- Verdacht auf einen Phylloidestumor
- Bösartige oder verdächtige Befunde
- Knoten, die im Ultraschall nicht gut darstellbar sind
Wie läuft der Eingriff ab?
- 01
Beurteilung
Anhand von Untersuchung, Ultraschall und Biopsieergebnissen wird festgestellt, ob der Knoten für die Methode geeignet ist; der Eingriff wird ausführlich erklärt.
- 02
Lokalanästhesie
Der Bereich, in den die Nadel eingeführt wird, wird betäubt. Eine Vollnarkose oder ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich.
- 03
Einfrieren
Unter Ultraschallkontrolle wird die Kryosonde im Knoten platziert; der Knoten wird von einem Eisball umschlossen und eingefroren.
- 04
Abschluss
Die Nadel wird entfernt und ein kleines Pflaster aufgeklebt. Nach kurzer Erholung können Sie nach Hause gehen.
Nach dem Eingriff und Kontrollen
Die meisten Patientinnen gehen am selben Tag wieder ihren alltäglichen Aufgaben nach. In den ersten Tagen können im Bereich des Eingriffs leichte Schmerzen, Blutergüsse oder Schwellungen auftreten; diese klingen in der Regel von selbst ab. Das eingefrorene Gewebe kann noch eine Zeit lang tastbar bleiben und wird mit der Zeit kleiner.
Erste Woche
Leichte Empfindlichkeit und Blutergüsse können auftreten. Auf schwere körperliche Belastung wird einige Tage verzichtet.
Erste Monate
Der Körper baut das eingefrorene Gewebe allmählich ab; der Knoten wird kleiner.
Kontrollen
In bestimmten Abständen erfolgt eine Ultraschallkontrolle.
Vergleich mit anderen Optionen
| Beobachtung | Kryoablation | Operative Entfernung | |
|---|---|---|---|
| Anästhesie | Keine | Lokal | In der Regel Vollnarkose |
| Schnitt und Narbe | Keine | ~3 mm Einstichstelle | Operationsschnitt |
| Knoten | Bleibt bestehen | Wird eingefroren, mit der Zeit abgebaut | Wird entfernt |
| Alltag | Nicht beeinträchtigt | Am selben Tag | Einige Tage |
Welche Option für Sie geeignet ist, wird gemeinsam anhand von Größe, Lage und Wachstumsgeschwindigkeit des Knotens sowie Ihrer persönlichen Präferenz festgelegt.







