Mit Verfahren wie Ultraschall, Mammographie, MRT und PET wird die Brust untersucht, um herauszufinden, ob ein verdächtiger Befund oder ein Problem vorliegt. Besteht der Verdacht auf Krebs, werden aus der festgestellten Veränderung Zell- und Gewebeproben entnommen, um durch die mikroskopische Untersuchung zu einer gesicherten Diagnose zu gelangen.
Die Brustbiopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich der Brust, die anschließend von Pathologinnen und Pathologen mit mikroskopischen Methoden untersucht wird.
Die Biopsie ist notwendig, um zu entscheiden, ob für den verdächtigen Bereich eine Operation durchgeführt wird und welche Art und welchen Umfang der Eingriff haben soll.
Die Diagnose Brustkrebs wird durch körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren und Biopsie gestellt. Werden diese drei Verfahren gemeinsam angewendet, steigt die Rate der richtigen Diagnosen. Für die Krebsdiagnose ist besonders die histopathologische Untersuchung sehr wichtig. Aus diesem Grund wurden viele verschiedene Verfahren entwickelt:
Feinnadelaspirationsbiopsie (FNAB): Sie ist ein einfaches und kostengünstiges Verfahren. In die Nadel gelangt nicht das Gewebe selbst, sondern es werden Zellen aufgenommen, die sich aus dem Gewebe lösen. Sie erlaubt nur die Untersuchung dieser Zellen (zytologisch) und lässt eine Aussage darüber zu, ob die entnommenen Zellen gut- oder bösartig sind. Sind die untersuchenden Zytopathologen in Brustbiopsien erfahren, steigt die Treffsicherheit der FNAB.
Stanzbiopsie (Core-Biopsie): Sie wird mit einer Nadel größeren Durchmessers durchgeführt. Der Eingriff erfolgt nach örtlicher Betäubung der Brusthaut. Da eine Gewebeprobe entnommen werden kann, liefert sie mehr und gesicherte Informationen über den Tumor.
Stereotaktische Biopsie: Dies ist die Biopsie bestimmter Läsionen (häufig Mikroverkalkungen) im Brustgewebe, die nicht tastbar, aber in der Mammographie erkennbar sind, mit einem speziellen Draht oder einer speziellen Nadel.
Inzisionsbiopsie: Dies ist eine offene chirurgische Biopsie, bei der ein Stück aus dem verdächtigen Knoten im Brustgewebe entnommen wird. In früheren Zeiten war sie weit verbreitet, heute wird sie bis auf einige Ausnahmefälle nicht mehr angewendet.
Exzisionsbiopsie: Dies ist eine offene chirurgische Biopsie, bei der der gesamte Knoten im Brustgewebe entfernt wird. Wegen der Weiterentwicklung der Nadelbiopsietechniken ist sie heute kein bevorzugtes Biopsieverfahren mehr.



