Die Brustentwicklung beginnt bereits vor der Geburt, verändert sich in der Pubertät, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit deutlich und bildet sich in den Wechseljahren zurück. Die wichtigsten Hormone, die diesen Prozess steuern, sind Östrogen und Progesteron.
Wann beginnt die Brustentwicklung?
Die Brust geht noch im Mutterleib aus einer Hautverdickung hervor, die sich entlang der „Milchleiste“ an der Vorderseite von Brust und Bauch entwickelt. Bei der Geburt sind ein kleines Gangsystem und die Brustwarze vorhanden.
Wie entwickelt sich die Brust in der Pubertät?
In der Pubertät steigt die Östrogenproduktion der Eierstöcke. Meist zwischen dem 8. und 13. Lebensjahr zeigt sich die Brustknospe; Brustwarze und Warzenhof wachsen, Milchgänge und Drüsengewebe entwickeln sich. Die Entwicklung dauert mehrere Jahre und wird mit den Tanner-Stadien (1–5) beschrieben. Dass sich beide Brüste nicht exakt gleich schnell entwickeln und eine leichte Asymmetrie besteht, ist normal.
Verändert sich die Brust im Menstruationszyklus?
Ja. Vor der Regelblutung können Spannungsgefühl, Empfindlichkeit und Schmerzen in der Brust auftreten; nach der Regelblutung klingen diese Beschwerden in der Regel ab.
Wie verändert sich die Brust in Schwangerschaft und Stillzeit?
In der Schwangerschaft vermehren und vergrößern sich unter dem Einfluss von Östrogen, Progesteron und Prolaktin die Drüsenläppchen; nach der Geburt setzt die Milchproduktion ein. Nach dem Ende der Stillzeit bildet sich das Drüsengewebe wieder zurück.
Wie verändert sich die Brust in den Wechseljahren?
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel; das Drüsengewebe nimmt ab und wird durch Fettgewebe ersetzt. Die Brust kann weicher und schlaffer werden; deshalb nimmt die Dichte in der Mammographie in der Regel ab.
Wann sollte ich ärztlichen Rat suchen?
Wenn Sie einen schmerzhaften oder schnell wachsenden Knoten, Ausfluss aus der Brustwarze oder Veränderungen der Haut bemerken, suchen Sie unabhängig von Ihrem Alter eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.
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