Häufigkeit von Brustkrebs
Brustkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen. Dank der medizinischen Fortschritte der letzten Jahre wurden bei Diagnose und Behandlung von Brustkrebs bedeutende Fortschritte erzielt.
Brustkrebs ist ein Tumor, der durch das unkontrollierte und anormale Wachstum von Zellen in der Brust entsteht. Diese anormalen Zellen können sich mit der Zeit in gesundes Gewebe ausbreiten und in andere Körperregionen metastasieren. Wird Brustkrebs in einem frühen Stadium erkannt und behandelt, steigen die Erfolgschancen erheblich.
Brustkrebs macht einen bedeutenden Teil der Krebserkrankungen bei Frauen aus und ist weltweit ein wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit. Die Häufigkeit von Brustkrebs unterscheidet sich jedoch von Land zu Land und von Region zu Region.
Häufigkeit von Brustkrebs in den USA: In den Vereinigten Staaten werden jedes Jahr mehr als 250.000 neue Brustkrebsfälle diagnostiziert. Unter den Frauen in den USA ist Brustkrebs die häufigste Krebsart und eine der führenden Ursachen für krebsbedingte Todesfälle.
Häufigkeit von Brustkrebs weltweit: Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation macht Brustkrebs 25 % der Krebsdiagnosen bei Frauen weltweit aus. Jedes Jahr werden etwa 2 Millionen neue Brustkrebsfälle gemeldet.
Alter und Häufigkeit von Brustkrebs: Brustkrebs tritt meist bei Frauen über 40 Jahren häufiger auf. In westlichen Gesellschaften erkrankt im Lauf des Lebens jede 8. bis 10. Frau an Brustkrebs.
Symptome
Dass Brustkrebs häufig vorkommt, bedeutet, dass jede Frau auf Veränderungen ihrer Brust achten sollte. Die Erkrankung tritt zwar vor allem nach dem 40. Lebensjahr häufiger auf, kann aber auch bei jüngeren Frauen vorkommen; deshalb sollte eine neue Veränderung unabhängig vom Alter nicht übergangen werden.
Zu den Anzeichen, bei denen Sie ärztlichen Rat suchen sollten, gehören ein neuer Knoten in der Brust oder der Achselhöhle, spontaner Ausfluss aus der Brustwarze, eine eingezogene Brustwarze, Rötung, Verdickung oder eine Orangenhaut-Struktur der Brusthaut sowie eine deutliche Veränderung der Form oder Größe der Brust. Wenn Sie Risikofaktoren haben oder in Ihrer Familie Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten ist, ist ein Gespräch mit Ihrer Ärztin auch ohne Beschwerden sinnvoll.
Diagnose
Aufgrund der hohen Häufigkeit wird Brustkrebs auch auf Bevölkerungsebene durch Screening-Programme überwacht. Ziel ist es, die Erkrankung zu erkennen, bevor Beschwerden auftreten, und in einem Stadium, in dem sie leichter zu behandeln ist. Grundlage dieser Programme ist die nach Alter geplante Mammographie.
- Die Selbstuntersuchung der Brust hilft dabei, die gewohnte Beschaffenheit der Brust kennenzulernen.
- Die ärztliche Untersuchung ist die klinische Beurteilung in regelmäßigen Abständen.
- Die Mammographie wird bei Bedarf durch Ultraschall und MRT ergänzt. Bei einem verdächtigen Befund erfolgt eine pathologische Untersuchung mittels Nadelbiopsie.
In welchem Alter das Screening beginnt und in welchen Abständen es durchgeführt wird, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin entsprechend Ihrem Alter und Ihrem Risiko fest.
Behandlung
Weil Brustkrebs häufig vorkommt, sind die Behandlungsmethoden seit vielen Jahren umfassend erforscht und vielfältiger geworden. Die Behandlung wird nach dem Stadium der Erkrankung und den biologischen Eigenschaften des Tumors geplant. Im frühen Stadium können häufig eine brusterhaltende Operation und eine Strahlentherapie ausreichen, bei manchen Patientinnen kann eine Mastektomie erforderlich sein; zudem können je nach Eigenschaften des Tumors Chemotherapie, Hormontherapie und zielgerichtete Therapien hinzukommen.
Bei fortgeschrittener Erkrankung besteht das Ziel darin, die Erkrankung unter Kontrolle zu halten und die Lebensqualität zu erhalten; dafür stehen medikamentöse Behandlungen im Vordergrund. Der Behandlungsplan entsteht durch die gemeinsame Beurteilung von Fachleuten wie Chirurgin, medizinischer Onkologin, Strahlenonkologin, Radiologin und Pathologin.
Allgemeine Statistiken bestimmen nicht den Einzelfall; die für Sie passende Behandlung wird in einer individuellen Beurteilung mit Ihrer Ärztin festgelegt.
Quellen: American Cancer Society, World Health Organization (WHO), Centers for Disease Control and Prevention (CDC)



